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Eine kulinarische Reise durch Mecklenburg Vorpommern
„Am Vortag die Backpflaumen in etwas Wasser einweichen. Beim Fleischer eine Schmorrippe im Stück bestellen und in einer dreiprozentigen Salzlake leicht pökeln.“ So beginnt ein klassisches Rezept für ein typisches Gericht aus unseren Landen: dem Mecklenburger Rippenbraten. Das Land ist reich an gesunden Rohstoffen aus einer natürlich gebliebenen Region. Kliebensuppe, Schmandkartoffeln oder eben Rippenbraten - hiesige Köche zaubern aus Produkten aus Mecklenburg-Vorpommern die hohe Kunst der Küche und sie beherrschen die typische Hausmannskost gleichermaßen. „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – so stellte es der griechische Philosoph Sokrates bereits vor mehr als 2000 Jahren fest. Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern, das ist Qualität aus Mecklenburg-Vorpommern. Regionale Spezialitäten werden von anerkannten Chefköchen in kulinarische Höhepunkte verwandelt. Zahlreiche Koch- und Gourmetwochen werden das ganze Jahr über in allen Teilen des Landes angeboten. Gehen Sie auf eine kulinarische Reise - denn Urlaub geht bekanntlich auch durch den Magen. Im März werden in diesem Jahr die Wismarer Heringstage eingeläutet, einheimischen Spargel zu landestypischen Gerichten finden Sie zu Pfingsten auf den Speisekarten der Restaurants und Gaststätten. Zu den Tüftentage auf der Insel Usedom im September werden Kartoffeln in allen Variationen gegart. Im Oktober steht der Kohl bei den Rügener Kohlwochen im Mittelpunkt des Geschehens.
Gesundes Wildbret aus dem heimischen Wald
Immer beliebter, auch unter den Nichtjägern, wird das Wildbret. Mecklenburg-Vorpommern verfügt über große Bestände an Rot-, Dam-, Reh- und Schwarzwild. Aber auch Muffelwild, eine Wildschafart, ist hier beheimatet. Wildbret als gesundes und natürliches Lebensmittel steht bei den jährlich stattfindenden Landeswildtagen im Herbst im Mittelpunkt. Dort gibt es Wildprodukte von der Wildwurst bis zum Wildschwein am Spieß zum Kosten und zum Kaufen - natürlich aus Mecklenburg-Vorpommern.
Mecklenburg-Vorpommern schmecken und erleben
Gehen Sie selbst auf eine kulinarische Reise durch das Land. Entdecken Sie typische und außergewöhnliche Produkte. Große und kleine Betriebe bieten kulinarische Köstlichkeiten - oftmals direkt vom Hof. Vom leckeren Ziegenkäse bis zu ausgefallenen Wildkräutern, von der Hausmacherwurst bis zu frischen Erdbeeren und Spargel reicht die Palette. Eine Übersicht über Einkaufsmöglichkeiten aufökologischen Landwirtschaftsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern bietet zum Beispiel die Broschüre „Frisch - Bio - Regional“ des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. Der kleine Einkaufsführer informiert über den ökologischen Landbau im Land. Auch regionale Initiativen haben sich auf die Fahne geschrieben, frische Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern direkt in der Region zu vermarkten. Der ökologische Landbau spielt eine bedeutende Rolle in Mecklenburg-Vorpommern. 619 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften insgesamt acht Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach den Grundsätzen und Richtlinien des ökologischen Landbaus - Tendenz steigend. Damit nimmt Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland eine Spitzenstellung ein. 80 Verarbeitungsund Importbetriebe sind nach den entsprechenden Verordnungen kontrolliert und zertifiziert.
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Paradies für Fischliebhaber. Ob frisch oder geräuchert, die Fische aus der Ostsee oder dem klaren Wasser der Binnenseen sind eine Delikatesse. Der Hering, der einstige Brotfisch, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Durch den Bau des modernsten Fischbearbeitungszentrums Europas in Saßnitz auf Rügen hat sich die Verarbeitungskapazität enorm erweitert.
Frischer Fisch aus der Ostsee und den Seen
Bereits im Frühjahr kommen die Heringe an die Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Dann beginnt für die Fischer die Hochsaison. Auf Rügen wird sie mit einer Heringswoche eingeläutet. Der Köcheverein der Insel präsentiert dann Hering in allen Variationen: Frisch gebraten, geräuchert, eingelegt oder im Bierteig. Der Hornfisch hat ebenfalls auf Rügen aber auch in Wieck bei Greifswald seine festen Fest-Termine. Dort wird unter den Köchen beim zünftigen Abschlussfest der Hornfischkönig gekrönt. Das Binnenland ist durch mehr als 1000 Seen mit großem Fischreichtum geprägt. Hecht, Barsch, Zander und auch Aal sind nicht nur bei Anglern beliebt. Frisch zubereitet werden die Fische als Delikatesse in Gasthäusern und Restaurants im ganzen Land angeboten.
Das nördlichste Weinbaugebiet liegt in Mecklenburg-Vorpommern
Seit vergangenem Jahr liegt das nördlichste Weinbaugebiet Deutschlands nun auch offiziell in Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer entsprechenden �nderung der Weinverordnung wurde das Gebiet „Stargarder Land“ im Verzeichnis der Weinbaugebiete aufgenommen. An zwei Standorten wird Wein produziert: Im Gebiet „Schloss Rattey“ wird auf 3,5 Hektar Fläche sowie in „Burg Stargard“ auf 0,2 Hektar Fläche Wein produziert, der unter der Bezeichnung „Mecklenburger Landwein“ vermarktet werden darf. Angebaut werden Rebsorten für Rot- und Weißwein. Damit findet eine lange Entwicklung einen erfolgreichen Abschluss. Denn tatsächlich verfügt Mecklenburg-Vorpommern über eine lange Tradition des Weinbaus. Bereits im 13. Jahrhundert wurden in Schwerin, Güstrow, Neukloster und anderen Städten Weinreben angebaut. Erst 1853 wurde der gewerbliche Weinbau eingestellt.
Landwirtschaft ist Leben
Mecklenburg-Vorpommern ist traditionell ein Agrarland. Bevor die Ostsee zwischen Boltenhagen und Ahlbeck zum Ferienparadies wurde, lebten dort fast ausschließlich Bauern und Handwerker. Erst ab der Jahrhundertwende eroberten erholungssuchende Großstädter den Küstenstreifen mit seiner unvergleichlichen Natur. Die historisch gewachsene ländliche Kultur ging dennoch nicht verloren. Mehr als die Hälfte der Landesfläche wird heute noch landwirtschaftlich genutzt. Rund 22.800 Menschen arbeiten in 5230 landwirtschaftlichen Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Betrieb bewirtschaftet im Durchschnitt rund 260 Hektar. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist neben dem Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig im Land. Rund 38.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind heute in der Land- und Ernährungswirtschaft beschäftigt. Die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hat einen Anteil von 36 Prozent am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes im Land, in ganz Deutschland beträgt der Anteil gerade 9,5 Prozent. Der Anteil der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei an der Bruttowertschöpfung liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei 3,9 Prozent, in Deutschland sind es 1,1 Prozent. Jedes Jahr im September lockt die Landwirtschaftsausstellung MeLa Zehntausende von Besuchern nach Mühlengeez bei Güstrow - im vergangenen Jahr waren es mehr als 60.000. Die MeLa ist die größte Fachausstellung für Landwirtschaft im Norden Deutschlands. Rund 700 Aussteller präsentieren ihre Produkte. Mit mehr als 1600 Tieren von mehr als 100 Rassen und vielen bunten Veranstaltungen ist die MeLa nicht nur eine Messe für Fachbesucher sondern ein lohnendes Ziel für die ganze Familie. Lassen Sie sich überzeugen und begeben Sie sich auf eine (kulinarische) Reise durch unser Land – zu jeder Jahreszeit.
Mecklenburg-Vorpommern ist weit über seine Landesgrenzen hinaus ist für seinen Naturschönheiten und seinen ländlichen Charakter bekannt. Mehr als ein Fünftel der Landesfläche – rund 505.000 Hektar - sind mit Wald bedeckt. Das Wild ist dort ein unverzichtbarer Bestandteil der heimischen Natur.
Mecklenburg-Vorpommern ist weithin für sein artenreiches Wildvorkommen bekannt. Regional sind insbesondere Rot-, Dam- aber auch Rehwild noch in einer derartigen Dichte vorhanden, dass zum Schutz von Kunst- und Naturverjüngungen des Waldes sogar umfangreiche Maßnahmen notwendig sind. Die Jagd hat in Mecklenburg-Vorpommern damit die Aufgabe, das Gesamtgefüge von Wald und Wild mit seinen wechselseitigen Abhängigkeiten zu erhalten und zu fördern. Jagd und Hege des Wildes werden so durchgeführt, dass das biologische Gleichgewicht nicht gestört wird, ein artenreicher und gesunder Wildbestand erhalten bleibt und Wildschäden möglichst vermieden werden. Dabei sind insbesondere die Schalenwildbestände so zu regulieren, dass die berechtigten Ansprüche der Land-, Forst und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden gewahrt und die Belange des Naturschutzes berücksichtigt und gefördert werden.Besonderes Augenmerk ist auf die Bejagung des Rehwildes zu richten, damit der Erfolg der Waldumbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern nicht gefährdet oder gar in Frage gestellt wird.
Umfangreiche Jagdmöglichkeiten für private und revierlose Jäger
Das vorrangige Ziel der Landesforst ist die Entwicklung ökologisch wertvoller, naturnaher, gesunder und leistungsfähiger Waldbestände. Mit diesem Ziel wird die Jagd in den Verwaltungsjagdbezirken des Landes auf einer Fläche von ca. 220.000 ha durch die Forst- und Nationalparkämter organisiert. Privaten Jägern wird eine Vielzahl von geeigneten Formen der Jagdbeteiligung in staatlichen Eigenjagdbezirken angeboten. Vor allem revierlose Jäger sollen so die Möglichkeit zur Jagd erhalten. Auch für Jäger aus anderen Bundesländern bieten sich interessante Jagdmöglichkeiten an. Revierlose Jäger können einen Jahresjagderlaubnisschein erwerben, mit denen sie das gesamte Jagdjahr, vom 1. April bis zum 31. März, jagen dürfen. Jagdlich passionierte Urlauber haben die Möglichkeit, zeitlich befristete Jagderlaubnisscheine z.B. für eine bis drei Urlaubswochen zu erhalten. Aber auch Jagdgäste zur Einzel- und Gesellschaftsjagd sind willkommen. Für die an Bedeutung zunehmenden Gesellschaftsjagden im Herbst und Winter sind erfahrene Jäger mit Stöber- und Schweißhunden gern gesehen.
Broschüre informiert über Jagdmöglichkeiten
Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei hat eine Informationsbroschüre „Jagdmöglichkeiten im Landeswald Mecklenburg-Vorpommern“ herausgegeben. Dort erhalten Sie eine detaillierte Vorstellung der Jagdmöglichkeiten im Landeswald sowie über die Schalenwildvorkommen im Bereich der Waldflächen der Landesforstverwaltung. Diese Broschüre ist erhältlich unter Tel.: 0385 / 5 88 62 21 oder
per e-mail: poststelle(at)lm.mvnet.de. In diesem Sinne wünsche ich unseren Jagdgästen ein kräftiges Weidmannsheil und den Gästen unseres Landes einen angenehmen Aufenthalt.
Dr. Till Backhaus
Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei










